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Startelf: Risse will mehr sein als nur der Derby-Joker

Vor rund neun Monaten schoss Marcel Risse den 1. FC Köln mit dem Tor des Jahres in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg über den Erzrivalen aus Mönchengladbach. Nur wenige Wochen später riss sich der Rechtsaußen im Spiel gegen Hoffenheim das Kreuzband. Am Sonntag gehört Risse wohl wieder zum FC-Aufgebot. Doch der 27-Jährige will mehr sein als nur der Joker.

Köln – Das Training ist vorüber. Marcel Risse macht einen fitten Eindruck. So fit, dass er sich noch einmal ein paar Bälle schnappt, um Freistöße zu üben. Mit einem solchen Kunstschuss schoss der gebürtige Kölner den Effzeh in der vergangenen Saison zum Derby-Sieg. Beim Saisonauftakt geht es nun ausgerechnet wieder gegen die Fohlen. Und Risse will nach seiner langen Leidenszeit unbedingt von Beginn an auf dem Platz stehen.

Starkes Comeback nach langer Leidenszeit

Es war nicht die erste schwere Verletzung, welche der Rechtsfuß in seiner Karriere zu überstehen hatte. Schon in Mainz hatte der Offensivspieler mit einer hartnäckigen Knochenstauchung zu kämpfen. Aus seiner langen Leidenszeit hat Risse gelernt mit Rückschlägen wie dem Kreuzbandriss umzugehen. Nun ist die Verletzung verheilt, das Knie ist stabil. Der Schütze zum Tor des Jahres will der Mannschaft endlich wieder auf dem Platz helfen.

Sehrou Guirassy bejubelt mit Marcel Risse sein Tor gegen den LASK. (Foto: GBK)

Im Pokalspiel gegen Leher TS stand der 27-Jährige erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz und feierte ein starkes Comeback. Beim 5:0-Erfolg war Risse an vier von fünf Toren beteiligt. Eine starke Leistung, die gegen einen Fünftligisten nicht die größte Aussagekraft hatte, aber dennoch zeigte: Marcel Risse ist wieder nah dran am Vollbesitz seiner Kräfte.

Peter Stöger äußerte sich nach dem Pokal noch vorsichtiger. „Ich weiß nicht, wie es mit Gladbach aussehen wird. Das ist eine andere Kategorie. Es war wichtig für ihn zu sehen, dass er 90 Minuten spielen kann, dass sein Körper bereit ist“, hatte sich der FC-Coach abwartend geäußert und angefügt: „Er soll schauen, wie es sich nach der Belastung anfühlt.“

Wenn der Trainer mich aufstellt, spiele ich liebend gerne

Nun, mitten in der Trainingswoche in Richtung Gladbach, weiß Risse: Es fühlt sich weiterhin gut an. Aber ob er wirklich soweit ist? „Das werde ich auch erst wissen, wenn ich in einem Bundesliga-Spiel auf dem Platz stehe. Aber im Training fühle ich mich gut“, sagte er am Mittwoch und fügte an: „Auch während der 90 Minuten im Pokal habe ich mich gut gefühlt, von der Luft her war es kein Problem. Muskulär ist hier und da ein kleines Ziehen da. Aber das ist nach so einer langen Verletzung ganz normal.“

Am kommenden Sonntag kehrt Marcel Risse zu der Stätte zurück, wo er im November die FC-Fans mit seinem Freistoß-Tor in der Nachspielzeit in Ekstase versetzt hatte. „Es wäre mir nicht lieber, wenn ich von der Bank kommen würde oder überhaupt kein Thema wäre. Im Gegenteil: Wenn der Trainer mich aufstellt, spiele ich liebend gerne“, sagte er am Mittwoch und machte klar: Marcel Risse will seinen Stammplatz auf der rechten Seite schon am ersten Spieltag unbedingt zurückhaben.


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