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Trotz Überzahl: Effzeh patzt im Heimspiel gegen Hamburg


Der 1. FC Köln hat die Heimpremiere der Bundesliga-Saison 2017/18 verpatzt und mit 1:3 (0:2) gegen den Hamburger SV verloren. Die Geissböcke nutzten weder ihre Möglichkeiten noch eine halbstündige Überzahl. Dagegen luden sie den HSV bei Standards zum Toreschießen ein.

Köln – Die Europa-League-Auslosung am Mittag sollte keine Ablenkung sein. Das erste Heimspiel der Saison sollte ein Fest werden, würdig der Ereignisse, die beim letzten Heimspiel am 20. Mai 2017 zu einer Jubel-Ekstase geführt hatten. Doch außer „Europapokal“-Schlachtrufen wurde nichts aus der Feier.

Ausgangslage

Der Hamburger SV konnte nach dem Auftaktsieg am ersten Spieltag mit einem weiteren Erfolg die Tabellenspitze der Bundesliga erklimmen. Das wollte der Effzeh naturgemäß genauso verhindern wie den Fehlstart, nachdem das Derby bei Borussia Mönchengladbach verloren gegangen war. Entsprechend mutig und offensiv ging der FC zu Werke.

Moment des Spiels

Frederik Sörensen hatte gerade in der neunten Minute der Nachspielzeit – Schiedsrichter Dr. Felix Brych war verletzt ausgewechselt worden – das Anschlusstor erzielt, als Jonas Hector einen neuen Angriff einleiten wollte. Ein katastrophaler Fehlpass wurde zum Boomerang. Albin Ekdal durfte über das halbe Feld sprinten, ungehindert Lewis Holtby bedienen, der ins leere Tor schoss. Die gerade aufkeimende Hoffnung erstickt in einem einzigen Moment – sinnbildlich für den Abend der Geissböcke gegen den HSV.

Die wichtigsten Szenen

Yuya Osako zog aus 18 Metern ab und zwang Christian Mathenia zu einer Glanzparade (7.). Leonardo Bittencourts Schuss aus 20 Metern rauschte nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Jhon Cordoba verfehlte eine Flanke von Marcel Risse nur knapp (25.). Jonas Hectors Schuss lenke Mergim Mavraj an die Latte (42.). In der 85. Minute brachten Jhon Cordoba und Sehrou Guirassy den Ball jeweils aus drei Metern nicht über die Linie. Und in der Nachspielzeit konnten auch Milos Jojic und Osako nicht mehr schaffen, was nur Innenverteidiger Frederik Sörensen gelang: ein Tor für den 1. FC Köln erzielen.

Dabei hatte Mergim Mavraj mit einer Gelb-Roten Karte (59.) dafür gesorgt, dass die Kölner über eine halbe Stunde in Überzahl spielen konnten. Nur stand es bis dahin bereits 0:2, weil der Effzeh zwei Standards schlecht bis gar nicht verteidigten. Zunächst sorgen Lukas Klünter und Leonardo Bittencourt beim 0:1 für zwei misslungene Klärungsversuche, sodass Andre Hahn aus 15 Metern ins lange Eck vollstrecken konnte (28.). Sechs Minuten später war es ein Freistoß, der über Umwege bei Bobby Wood landete, der alleine vor Timo Horn verwandeln konnte. Der Effzeh hatte an diesem Tag die besseren Chancen, alleine der Abschluss und die Verteidigung der Standards blieb mangelhaft. Und als es mit dem Abschluss dann mal klappte, beraubten sich die Geissböcke der Hoffnung im nächsten Spielzug wieder.

Fazit

Zum Lachen: Zumindest hat der 1. FC Köln sein erstes Saisontor erzielt.

Zum Weinen: Die Art und Weise, wie der FC die Standards verteidigte.

Unser Held des Tages: Schiedsrichter Dr. Felix Brych, der verletzt ausgewechselt werden musste. Gute Besserung!

Aufstellung

T. Horn – Klünter, Sörensen, Heintz, J. Horn – Risse (25. Clemens), Lehmann (72. Jojic), Hector, Bittencourt (46. Guirassy) – Osako, Cordoba

Tore

0:1 Hahn (28.)
0:2 Wood (34.)
1:2 Sörensen (90.+9)
1:3 Holtby (90.+10)


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