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Nartey ist seiner Zeit voraus: "Ein richtig guter Junge!"

Wer Nikolas Nartey in den ersten Tagen der Vorbereitung des 1. FC Köln auf dem Trainingsplatz sieht, vergisst schnell, dass der Däne erst seit vier Monaten 17 Jahre alt ist. Der Mittelfeldspieler ist seiner Zeit weit voraus und deshalb schon jetzt Bestandteil der Profi-Mannschaft.

Köln – Mit ersten Eindrücken muss man vorsichtig umgehen. Gerade in einer Vorbereitung, in der das körperliche Loch einen jeden Spieler einholt, zurückwirft oder nach vorne katapultiert. Nartey hat diese Erfahrung bereits in der vergangenen Rückrunde gemacht. Das könnte ihm nun helfen.

Nartey absolviert Vorbereitung bei den Profis

Der Däne hat ein bewegtes erstes Halbjahr hinter sich. Vom FC Kopenhagen als noch 16-Jähriger nach Köln gewechselt, musste er drei Monate auf die Spielgenehmigung durch die FIFA warten. Dann seine ersten Einsätze in Testspielen, bei der U19 und schließlich bei der U21, ein körperliches Loch durch die intensivere Belastung und schließlich das Erleben der Europa-League-Qualifikation mit den Profis.

Schon in den ersten Monaten am Geißbockheim fiel auf, warum die Geissböcke eine mittlere sechsstellige Summe für den Teenager gezahlt hatten: stark am Ball, viel Spielübersicht und körperlich weiter als manch Erwachsener. Trainer Peter Stöger zog Nartey schnell zu den Profis ins Training hoch. Auch jetzt wieder, die Vorbereitung wird der Däne komplett mit der ersten Mannschaft absolvieren. Und weil er das körperliche Loch bereits im Mai durchlebte, dürfte ihm die harte Vorbereitung nun weniger ausmachen.

Nartey seiner Zeit voraus – Risa vorerst bei der U21

„Er ist ein richtig guter Junge“, sagte Stöger nach den ersten Trainingstagen der Vorbereitung auf die Saison 2017/18. Im Vereinsheim schwärmen sie von einem gut erzogenen, höflichen jungen Mann, von einem ruhigen Jungen, der weiß, was sich gehört. Und dann wäre da das fußballerische Talent des Mittelfeldspielers, das er bereits in den Trainingsspielen der letzten Tage demonstrierte. „Er kann kicken, er versteht das Spiel, und ein bisschen Zeit hat er ja auch noch.“ Auf die Frage, ob Nartey seiner Zeit voraus sei, zögerte Stöger allerdings keine Sekunde. „Ja, sicher.“

Gedulden muss sich derweil noch Birk Risa. Der Norweger hätte eigentlich auch mit den Profis einsteigen sollen, absolviert nun aber zunächst die Vorbereitung mit der U21. Mit Jannes Horn hat der Effzeh einen sehr ähnlichen Spieler verpflichtet, weshalb Risas Chancen auf Einsätze bei den Profis erst einmal gesunken sind. In der Regionalliga-Mannschaft von Patrick Helmes dagegen soll Risa zum Stammpersonal gehören, deswegen stieg er bereits vor zwei Wochen in die U21-Vorbereitung ein. „Es kann sein, dass wir ihn auch wieder dazu nehmen“, sagte Stöger. „Aber er ist jetzt schon länger im U21-Trainingsbetrieb. Deswegen lassen wir ihn dort erst einmal laufen.“


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2 Kommentare
  1. Dieter Voß
    Dieter Voß says:

    Nikolas Nartey hat auch die Zuschauer mehr als poitiv überrascht. Eine Augenweide, wie sich dieser Bursche reinhängt und wie selbstbewusst und doch keineswegs überheblich seine Spielweise ist. Da werden wir noch viel Freude dran haben.

  2. Klio
    Klio says:

    Dass Nikolas Nartey sich so gut entwickelt, ist in mehrfacher Hinsicht erfreulich. Nicht nur, weil sich der FC auf ein guten Spieler freuen kann. Auch, weil der Junge sich anscheinend gut eingelebt hat.

    Ich hatte seinerzeit schon Bedenken, dass ein Sechzehnjähriger in ein anderes Land mit anderer Sprache geholt wird, und war etwas beruhigt, weil man lesen konnte, dass man sich beim FC wirklich Gedanken gemacht hat über sein Einleben (Ansprechpartner Sörensen) und seine Möglichkeiten, die Schule fertig zu machen. Jetzt gilt es, den jungen Mann nicht mit Erwartungen zu überfrachten. Peter Stöger hat ja schon an anderer Stelle gezeigt, dass er junge Spieler fördern kann und ihnen die Chance gibt, sich zu zeigen. Lukas Klünter war z.B. auch schon auf dem Sprung in den Kader und dann wurde vereinbart, dass die Schule Vorrang hat. Abi gemacht, dann konnte er sich kontinuierlich entwickeln.

    Dass Birk Risa erstmal „nur“ für die U21 aufläuft, muss auch kein schlechtes Zeichen sein. Kontinuierlich spielen zu können, hat gerade bei jungen Spielern einen Wert. Mal abwarten, wo wir ihn später mal sehen werden: Neben der Position als linker Außenverteidiger hat er ja auch Erfahrungen in der Innenverteidigung und als Mittelstürmer … ;)

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