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Rückblick & Ausblick: Das war gut, das war schlecht

Das war schlecht

Nichts desto trotz verlor Köln auch das zweite Saisonspiel und geht mit einem schlechten Gefühl in die Länderspiel-Pause. Dazu kommt: Die kommenden drei Partien finden allesamt auswärts statt – in Augsburg, in Dortmund und in London zur Europa-League-Premiere. Der Effzeh benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, damit die Europa-Euphorie nicht schon verflogen ist, ehe die Gruppenphase so richtig begonnen hat.

Dazu müssen die Geissböcke ihre individuellen Fehler abstellen. Die Standards verteidigte der Effzeh gegen Gladbach und den HSV eigentlich gut, nur vergaßen die Kölner gegen die Hamburger die zweiten Bälle. Beim 0:1 und 0:2 landete jeweils der erste Klärungsversuch wieder beim Gegner und anschließend im Tor.

Hinzu kommt die bereits angesprochene Abschlussschwäche, die in Gladbach und gegen den HSV offen zu Tage trat und bereits in der Vorbereitung zu beobachten gewesen war. Timo Horn vermisste defensiv wie offensiv „die letzten fünf Prozent“, Matthias Lehmann den letzten Willen, „den Ball über die Linie zu drücken“. Es fehlt die letzte Wucht, die Überzeugung, es auch ohne Anthony Modeste zu schaffen.

Zu guter Letzt erwies sich gegen den HSV, dass die Flügel hinter Leonardo Bittencourt und Marcel Risse nicht gleichwertig besetzt sind. Christian Clemens blieb nach seiner Einwechslung gänzlich blass. Für Bittencourt rückte Yuya Osako nach dem Seitenwechsel zugunsten Sehrou Guirassy im Sturmzentrum auf den linken Flügel – eine Maßnahme, die zu den weniger guten Ideen von Peter Stöger am Freitagabend gehörte. Osako war fortan fast völlig aus dem Spiel.

So geht es weiter

In Sachen Personal bleibt zunächst die Frage, ob Marcel Risse schwerer verletzt ist oder ob seine muskulären Probleme nach der Länderspiel-Pause wieder auskuriert sein werden. Generell gilt für die Länderspiel-Pause, sich zu finden. Dafür wäre es förderlich, wenn Yuya Osako nicht zur japanischen Nationalmannschaft fliegen würde. Doch der 27-Jährige ist wieder fit und wird wohl abkommandiert werden.

Das Einspielen muss also unter Wettbewerbsbedingungen stattfinden. Kein leichtes Unterfangen, zumal der Druck nun bereits größer geworden ist. Mit einem Sieg beim FC Augsburg würde die Effzeh-Welt allerdings schon wieder gänzlich anders aussehen. So früh in der Saison lässt sich vieles in nur einem Spiel wieder korrigieren. Die Saison beginnt für die Kölner am dritten Spieltag wieder von vorn.


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4 Kommentare
  1. Junger, M says:

    SCHMADTKE „Wir sind nicht in Top-Verfassung! Man hat doch so ein Trainerteam was doch in der Vorbereitung sehen muss was passt. Diesen Herrn Stöger kann ich nicht richtig einschätzen. Spieler die gegen Gladbach 11,8 Kilometer gelaufen und gekämpft haben werden gegen Hamburg gegen Spieler ersetzt die gerade aus einer Verletzung kommen. Die Mischung stimmt behaupt nicht im Kölner -Spiel .Das hat sich in den Traingslager schon abgezeichnet . Und ich war bei beiden dabei. Wenn man nicht in Topverfassung ist liegt das ganz alleine am Trainer.

    • Fussballheld says:

      Richtig. Der Störer muss in die Köpfe rein. Muss er sich halt klein machen wenn es von Außen mit Worten nicht geht.

      Also Freunde, wer selbst mal Sport gemacht hat weiß, dass der Kopf Spiele gewinnt. Es wirkt für mich schon so, dass an den Sätzen von T. Horn etwas dran ist. Der FC ist nicht wach genug. Und ja, auch der Trainer ist dafür verantwortlich.

  2. Hanni says:

    Die Schuld nur beim Trainer zu suchen wäre zu einfach, wobei ich auch denke, dass die ein oder Andere Position falsch besetzt war(Hector ist kein 6er, Risse nach seiner Verletzung zu früh auf dem Platz)
    Das war aber trotzdem spielerisch ein Offenbarungseid, und das gegen schwache Hamburger!
    Ich halte sehr sehr große Stücke auf Schmaddi, verstehe aber auch nicht, dass bis jetzt keiner für die Kreativ Abteilung geholt wurde! Junge Spieler zu holen ist ja nicht verkehrt, doch wenn kein Spielaufbau stattfindet kann man keine Spiele gewinnen & und immer nur auf das Glück zu hoffen ist auf Dauer zu wenig.

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