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Kölner Moral und Standards ringen Lautern nieder


Köln stellt die Partie auf den Kopf

Es dauert bis zur 31. Minute, ehe Dieter Müller den Ausgleich erzielt. Nach einer Ecke steigt der Torjäger am höchsten und trifft per Kopf. Sein 17. Saisontor. Das 1:1 gibt den Geissböcken sichtlich Selbstvertrauen. Die Weisweiler-Elf steht nun hinten stabil und kommt in der Offensive in Fahrt. Richtig gefährlich wird Köln dann nach der Pause.

Zunächst trifft Gerd Strack in Minute 58 – wieder nach einer Ecke. Der stark aufspielende Neumann leistet die Vorarbeit und Strack wuchtet den Ball per Volley in die Maschen. Elf Minuten später belohnt sich Neumann dann selbst mit einem Treffer. Nach einem Doppelpass mit Heinz Flohe ist der Mittelfeldspieler frei durch und netzt zum 3:1 ein. Das Spitzenspiel scheint entschieden. Doch Köln will mehr.

Weisweilers Team will mehr – und hat großes Glück

In der 75. Minute gelingt auch dem bärenstarken Flocke sein Tor. Nachdem Stickel Kölns Müller zu Boden gerissen hat, bekommt Köln zu Recht einen Elfmeter zugesprochen. Der Kapitän übernimmt Verantwortung und verwandelt sicher zum 4:1. Die Entscheidung. Dabei hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Denn kurz vor Neumanns Treffer zum 3:1 lässt sich der Tünn zu einer Tätlichkeit hinreißen. Nach einem Zusammenprall mit Lautern-Stürmer Toppmöller klafft eine gut 15 Zentimeter große Fleischwunde an seinem Bein. Der Keeper ist außer sich, sein Schlagen gegen den Pfälzer ahndet der Schiedsrichter allerdings nur mit Gelb. Der Effzeh darf die Partie glücklicherweise mit elf Spielern weiterführen. Eine Rote Karte hätte den Spielverlauf erneut auf den Kopf stellen können.

Der FC festigt die Tabellenführung

Doch für Weisweiler und Ribbeck steht fest: Kölns Stärke bei Standards und eine tolle Moral sind für den Erfolg verantwortlich. Der Effzeh hat nun zwei Punkte Vorsprung auf Gladbach, den neuen Tabellenzweiten. Doch mit dem VfB Stuttgart wartet am nächsten Spieltag schon die nächste Überraschungsmannschaft auf die Kölner. Mit den Schwaben haben die Geissböcke große Probleme. Doch davon erzählt die nächste Episode der Double-Serie beim GEISSBLOG.KOELN. Sie erscheint am 26. November 2017.


Ab sofort berichtet der GEISSBLOG.KOELN chronologisch zu allen Spieltagen der Saison 1977/78 über die damaligen Spiele und Geschehnisse rund um den Effzeh. Die Serie entsteht in Kooperation mit der „Edition Steffan“ und dem Buch „Das Double“.

Teil 1: Müllers Rekord! Wie die Double-Saison ihren Anfang nahm
Teil 2: Auch die Bayern bezwungen! Köln stürmt auf Platz eins
Teil 3: Paradox! Kantersieg als Start in die Krise
Teil 4: Der September-Blues beginnt im Saarland
Teil 5: Wie Tabellenführer Schalke den FC in die Krise stürzt
Teil 6: Auch beim HSV gelingt die Trendwende nicht
Teil 7: Der BVB als Aufbauhelfer – doch Weisweilers Aus droht
Teil 8: In Gladbach platzt der Knoten
Teil 9: Köln klettert und ein Japaner überrascht
Teil 10: Wie der Tünn den FC im Spiel hielt
Teil 11: Wie Heinz Flohe die Löwen schwindelig spielt
Teil 12: Flohes Traumtor reicht nicht zum Sieg

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